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Houwelandt


Houwelandt

Roman
1. Aufl.

von: John von Düffel

8,99 €

Verlag: Dumont Buchverlag
Format: EPUB, MOBI
Veröffentl.: 06.03.2014
ISBN/EAN: 9783832188085
Sprache: deutsch

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

»Ich kenne den Mann nicht«, sagt Christian de Houwelandt, als er gebeten wird, die Rede zum achtzigsten Geburtstag seines Großvaters, des Familienoberhaupts zu verfassen.

Familiengeschichte als Generationengeschichte: John von Düffel erzählt in seinem neuen Roman mit dramatischer Raffinesse von den de Houwelandts – von vier bewegenden Gestalten aus drei Generationen.

Großvater Jorge, ein asketischer Gottsucher, sieht nach einem mit unerbittlichem Stolz gelebten Leben an der Seite seiner Frau Esther seinem achtzigsten Geburtstag entgegen. Den Familiensitz im Norden Deutschlands haben die beiden Houwelandts mit der spanischen Küste vertauscht – denn »was Jorge brauchte, war das Meer«.

Das Elternhaus aus der Vorgründerzeit verwaltet der »Erstgeborene«, sein Sohn Thomas, der am väterlichen Starrsinn zu zerbrechen droht. Dessen einziger Sohn Christian, »Erstgeborener des Erstgeborenen«, hat den Großvater kaum je kennen gelernt und möchte allen familiären Verlegenheiten, Verlogenheiten und Verstrickungen aus dem Wege gehen.

Jorges Frau Esther plant, den großen Geburtstag des Patriarchen in Deutschland zu feiern, um die versprengte Familie noch einmal zusammenzubringen.

Je näher das Fest rückt, desto verzweifelter kämpfen die de Houwelandts um die eigene Wahrheit, um Recht und Unrecht in der Vergangenheit. Jorge und Esther, Thomas und Christian und ihre Frauen müssen dabei erfahren, dass ihre Wahrheit nur eine Version ist. Hinter den gegenseitigen Angriffen und Abgrenzungen der Generationen werden die gemeinsamen Muster und Wurzeln sichtbar, die sich dem Einzelnen entziehen – wie ein unentrinnbarer Rest von Schicksal.

John von Düffels ›Houwelandt‹ erzählt in packender Prosa von der Suche einer Familie nach Klarheit und Wahrheit in Zeiten, in denen der Einzelne erst allmählich wieder lernt, was ein Generationen übergreifendes Leben bedeuten kann.
John von Düffel wurde 1966 in Göttingen geboren, er arbeitet als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Er veröffentlichte zahlreiche Romane und Erzählungsbände bei DuMont.


Auszeichnungen

1998 erhielt John von Düffel für seinen Debütroman ›Vom Wasser‹ den Ernst-Willner-Preis in Klagenfurt, den Jürgen-Ponto-Preis, den Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg und den aspekte-Literaturpreis.

2005 erhielt er für seinen Roman ›Houwelandt‹ den Preis ›Das neue Buch‹, der jährlich vom Verband deutscher Schriftsteller (VS) Niedersachsen / Bremen ausgelobt wird.

John von Düffels Theaterstücke wurden zweimal zu den Mülheimer Theatertagen nominiert und beim Berliner Theatertreffen vorgestellt.

Zuletzt wurde er mit dem Nicolas-Born-Preis 2006 ausgezeichnet.

Buchveröffentlichungen

Oi (Merlin 1995)
Solingen (Merlin 1995)
Die Unbekannte mit dem Fön (Merlin 1997)
Missing Müller (Merlin 1997)
Born in the RAF (Merlin 1999)
Kleine Philosophie der Passionen. Schwimmen (dtv 2000)
Zeit des Verschwindens. Roman (DuMont, 2. Aufl. 2000)
Vom Wasser. Roman (DuMont 2000)
Ego. Roman (DuMont 2001)
Wasser und andere Welten. Geschichten vom Schwimmen und vom Schreiben (DuMont 2002)
Houwelandt. Roman (DuMont 2004)
Beste Jahre. Roman (DuMont 2007)
Wovon ich schreibe (DuMont 2009)
Hotel Angst (illustrierte Ausgabe DuMont 2010)
Goethe ruft an. Roman (DuMont 2011)
Wassererzählungen (DuMont 2014)
KL – Gespräch über die Unsterblichkeit (DuMont 2015)
Das Klassenbuch. Roman (DuMont 2017)


Weitere Veröffentlichungen

Theaterstücke

Oi. UA: 1995, Stendal/Oldenburg, R: Gerhard Jelen, R: Guido Huonder
Solingen. UA: 1995, Oldenburg, R: Sylvia Richter
Das schlechteste Theaterstück der Welt. UA: 1996, Augsburg, R: Friderike Vielstich
Die Unbekannte mit dem Fön. UA: 1999, Magdeburg, R: Jessica Steinke
Born in the R.A.F. UA: 2001, Osnabrück, R: Harff-Peter Schönherr
Shakespeare, Mörder, Pulp & Fiktion. UA: 1997, Basel, R: Oliver Held
Missing Müller
Sauriersterben. UA: 1997, Basel, R: Andreas von Studnitz
Rinderwahnsinn. UA: 1999, Schwerin, R: Dieter Klaß
Zweidrei Liebesgeschichten. UA: 2000, Münster, R: Sylvia Richter (alle Rechte vertreten vom Merlin Verlag, Gifkendorf)
Balkonszenen. UA: 2000, Bonn, R: Beat Fäh (alle Rechte vertreten vom Rowohlt Theaterverlag, Hamburg)

Hörspiele (ARD-Produktionen)

Tango; Wanzen; Glashäuser; Test; Hüben wie drüben; Neue Männer; Schnee; Jahrtausendwende; Eike & Eike; Go Wost! (Hörspiel des Monats); Jenny (Hörspiel des Monats); Missing Müller

Übersetzungen und Bearbeitungen

Richard B. Sheridan, Die Lästerschule
Alan Benett, Die Krankheit von George III
Hermann Melville, Bartleby

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